Dem Scannen konkret entkommen
Alles hier folgt aus dem Register: was heute gescannt wird, was nicht gescannt werden kann, und welche Einstellungen Ihren Schutz stillschweigend aushebeln. Nichts zu kaufen — Entscheidungen.
1. Der einzige echte Ausweg ist die App
Das Scannen der Chatkontrolle passiert beim Anbieter. Ende-zu-Ende-verschlüsselte Apps haben nichts Lesbares zu scannen und sind formell ausgenommen:
Kann Ihre Nachrichten nicht lesen WhatsApp
Kann Ihre Nachrichten nicht lesen Apple
Kann Ihre Nachrichten nicht lesen Threema
Kann Ihre Nachrichten nicht lesen Viber
Kann Ihre Nachrichten nicht lesen Olvid
Kann Ihre Nachrichten nicht lesen Wire
Kann Ihre Nachrichten nicht lesen Element
Kann Ihre Nachrichten nicht lesen Tuta
Kann Ihre Nachrichten nicht lesen
2. Die Backup-Falle
WhatsApp-Chats sind verschlüsselt — aber ein unverschlüsseltes Cloud-Backup legt trotzdem eine lesbare Kopie auf Apples oder Googles Server. Deaktivieren Sie das Chat-Backup, oder aktivieren Sie das Ende-zu-Ende-verschlüsselte Backup (Einstellungen → Chats → Chat-Backup).
3. E-Mail ist die gescannte Zone
Gmail und Outlook werden in der EU unter der Ausnahme gescannt. Proton erklärt, Inhalte nicht zu scannen; GMX äußert sich nicht klar. Bei sensibler Korrespondenz wiegt die Anbieterwahl schwerer als jede Einstellung.
4. Ein VPN hilft hier nicht
Ein VPN verlegt Ihren Datenverkehr, nicht Ihre Nachrichten — gescannt wird dort, wo die Nachricht verarbeitet wird. Wählen Sie die App, nicht den Tunnel.
5. Wissen, was trotzdem sichtbar bleibt
E2EE schützt den Inhalt. Metadaten — wer mit wem, wann, wie oft — bleiben bei den meisten Anbietern sichtbar (Signal und Threema minimieren auch das). Und nichts hier schützt ein Gerät, das jemand anderes entsperrt.
6. Was diese Seite nicht abdeckt
Der Entwurf Chatkontrolle 2.0 könnte verschlüsselte Apps per Scan auf dem Gerät erreichen — genau deshalb beobachtet dieses Archiv täglich den Satz „wir können Ihre Nachrichten nicht lesen“.
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